Städtetrip Toronto – die besten Geheimtipps

-Autor Severin Mevissen reiste aus seiner Wahlheimat New York in die kanadische Metropole, badete abends nach der Arbeit im Lake Ontario oder traf beim Axtwerfen direkt ins Schwarze. Seine Tipps für Toronto.

Art Gallery of Ontario

Torontos Kunst und Kultur


Ein Museum, dessen 45000 Quadratmeter man nicht nur dank Frank Gehrys einladendem Design tagelang erkunden möchte: Werke von Rembrandt, Picasso, Gerhard Richter und Richard Serra, wunderbar detaillierte Schiffsmodelle im Untergeschoss und eine der weltweit größten Sammlungen an Skulpturen, Zeichnungen und Drucken von Henry Moore.


Der Bau des japanischen Architekten Fumihiko Maki liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums. Etwa 300 Millionen Dollar ließ sich Aga Khan, das geistige Oberhaupt der Ismailiten, das Museum für islamische Kultur samt modernem Kulturzentrum kosten. Unmöglich zu entscheiden, was das Highlight ist: der Park mit seinen Wasserbecken, die Gebäude aus Granit und Glas oder die Exponate darin.

Hier geht es zu den Top 10 Museen in Kanada. 

Mein kurioser Tipp für Toronto


Axtwerfen in Toronto
2006 wurde die "Backyard Axe Throwing League", kurz BATL, in einem Garten in Toronto gegründet. Gerade mal 60 Mitglieder zählte die Liga damals, heute sind es ca. 1500 in ganz Kanada. Die Regeln sind ähnlich wie beim Darts, und das Werfen mit der Axt ist innerhalb von wenigen Minuten erlernt. Axtwerfen sieht gefährlicher aus, als es ist: In zehn Jahren gab es keinen einzigen Unfall.

Essen und Trinken in Toronto


Wenn es erlaubt wäre, würde Chefkoch Michael Hunter, ein begeisterter Jäger, wahrscheinlich Selbsterlegtes servieren. Das verbietet ihm aber das Lebensmittelrecht. Köstliche Wild­ und Pilzgerichte mit Zutaten aus Kanadas Wäldern gibt es trotzdem!


Charmantes Bistro mit südasiatisch angehauchter Karte. Die Portionen sind, ähnlich wie Tapas, klein, und die Speise­- und Weinkarte ist vielfältig. Vor allem die Seafood­-Gerichte – etwa die gegrillte Makrele mit Yuzu­ Ponzu­ Sauce – sind herrlich frisch. Bei Sonnenschein im efeuumrankten Garten reservieren!


Idealer Pitstop nach einer Runde Axtwerfen: Zu Fuß fünf Minuten von BATL entfernt, bekommt man hier eiskaltes Bier und saftige Burger direkt vom Grill serviert. Im Innenhof legt ein DJ Disco­-Klassiker auf, und damit auch beim Trinken die Proteinzufuhr garantiert bleibt, werden Cocktails wie der "Caesar" mit Spare­ribs dekoriert.

Hotelempfehlung

West Queen West: Torontos Kunst und Design-Viertel

Kultur, Kreativität und Coolness - dafür steht das alternative Szeneviertel. Hier erfahren Sie noch mehr über West Queen West.


Das "Chelsea Hotel" in New York diente dem Unternehmer Jeff Stober als Vorbild für das 2004 eröffnete Hotel, und tatsächlich übernachten und feiern dort seitdem vorwiegend flippige Künstlertypen. Die Nachbarschaft, West Queen West, erblühte mit Einzug der Bohemiens, und Stobers Imperium wuchs: Zur Drake­-Gruppe gehören inzwischen etwa ein General Store voll origineller Mitbringsel, ein feines Restaurant im Bankenviertel und ein Musikfestival.

Ahornblatt Kanada

Ausflugsziele in Toronto und Umgebung

Toronto Islands
Am besten leiht man sich ein Fahrrad bereits in der Stadt, denn der einzige Verleih der Inseln öffnet spät und ist nicht günstig. Mit dem Velo nimmt man die Fähre nach Ward’s Island im Osten, frühstückt im "Island Café" und erkundet dann die Inselchen Richtung Westen bis zum Gibraltar Point Leuchtturm und Hanlan’s Point Beach, an dem man mit oder ohne ins Wasser gehen kann.


Baden kann man an diesem Strand nicht, die Wasserqualität am Hafenbecken ist mäßig. Macht aber nichts, wenn man einen Platz unter einem der rosaroten Sonnenschirme ergattert. Der Blick auf die Skyline und das Hafentreiben ist grandios. An manchen Abenden gibt es kostenlose Filmvorführungen auf einer schwimmenden Leinwand.

Autor

Severin Mevissen