Maple Syrup Kanadischer Ahornsirup – flüssiges Gold

Süß, klebrig, goldig – kanadischer Ahornsirup. Aber was genau ist eigentlich Maple Syrup? Der süße Saft des Ahorns ist kanadische Tradition und bei Gourmets auf der ganzen Welt beliebt.

Kanadischer Ahornsirup – Ahornbäume im Wald

Als Brotaufstrich, im Müsli, als  oder wie der Klassiker über Pancakes und Waffeln? Der kanadische Ahornsirup schmeckt eigentlich mit jedem Lebensmittel. Zumindest, wenn es nach den Québecern - den etwa 7,5 Millionen Bewohnern der kanadischen Provinz - geht. Die sind nämlich mehr als stolz auf ihr Traditionsprodukt. Doch nicht nur in Kanda, auch in vielen anderen Ländern der Welt träufeln Gourmets das braun-goldene Süßungsmittel als Alternative zu Honig über ihre Speisen. Wer in der kanadischen Region Québec unterwegs ist, sollte es sich nicht entgehen lassen, sich eine sogenannte Zuckerhütte, in der das Süßungsmittel hergestellt wird, anzusehen. Ausflugstipps und Informationen rund um den Maple Syrup finden Sie bei uns. 

Wissenswertes über Ahornsirup in Kürze

  • 35 bis 60 Jahre muss ein Ahornbaum wachsen, bis er geerntet werden kann.
  • Um den Baumsaft zu ernten, werden kleine Metallventile an den Bäumen befestigt. 
  • Ein Ahornbaum gibt je Saison ca. 40 Liter Ahornsaft ab. 
  • 40 Liter Ahornsaft ergeben ca. 1 Liter Ahornsirup.
  • Die Farbe des Safts gibt Rückschlüsse auf die Qualität und Geschmacksrichtung: heller Sirup, als Grad A oder AA angeboten, steht für eine sehr gute Verarbeitung und ist häufig mild im Geschmack, dunkel aussehender schmeckt meist sehr kräftig und wird für industrielle Zwecke verwendet. 
  • Als reines Naturprodukt enthält der Sirup viele Mineralstoffe, die erst durch das Kochen verloren gehen.
  • Seine Inhaltsstoffe: 100 ml enthalten etwa 60 g Saccharose, 90 mg Calcium, 185 mg Kalium, 25 mg Magnesium und 2 mg Eisen und besitzen etwa 345 Kalorien.
  • In Europa wird der Ahornsirup häufiger mit Zuckerwasser verdünnt angeboten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Produkt aus 100 Prozent reinem Ahornsirup besteht. Greifen Sie am besten auf hochwertige Bio - Marken zurück. 

Kanadischer Ahornsirup – die Herstellung

Das braun-goldene Süßungsmittel wird aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen - einer Baumart, die hauptsächlich im Osten Kanadas vorkommt. Die Bäume können nur im Frühjahr (Ende Februar bis Anfang April) während des Tauwetters angezapft werden. Genauer gesagt, wenn sich die Stärke, die in den Bäumen gespeichert ist, in Zucker verwandelt. Steht die Ernte an, bohren die Produzenten ein Loch in die Rinde. Anschließend sorgt ein angebrachter Zapfhahn dafür, dass der farblose Ahornsaft hinausfließt. Aufgefangen wird er in einem Behälter, bevor es weiter in ein sogenanntes Sugar House oder auch Sugar Shack geht. Dort muss der Rohstoff innerhalb der nächsten 24 Stunden verarbeitet werden, damit er nicht anfängt zu gären. Viel Zeit für die Produktion bleibt daher nicht. 

Durch langsames Kochen über mehrere Stunden wird der flüssige Zuckersaft eingedickt. Dabei verdampft das Wasser und der Zucker karamellisiert, was dem Sirup seinen süßen Geschmack und seine goldene Farbe verleiht. Zugegeben: der Zuckeranteil des Sirups ist hoch und Vitamine enthält er so gut wie keine - gesund ist dieser daher nur in kleinen Mengen. Allerdings verfügt Ahornsirup über mehr Mineralstoffe als gewöhnlicher Haushaltszucker und eignet sich daher als guter Zuckerersatz. Zum Schluss der Herstellung wird dieser noch in eine typische Maple Syrup Flasche abgefüllt - und fertig ist der kanadische Ahornsirup.

Fakten über den Ahornsirup in Québec

  • Rund 80 Prozent des weltweit verkauften Ahornsirups stammen aus Québec.
  • In Québec gibt es ca. 7000 Ahorn-Farmen mit über 40 Millionen Bäumen.
  • Die traditionellen Holzhütten im Wald (Zuckerhütten), in denen seit Generationen Ahornsirup hergestellt wird, nennt man auch Sugar Shacks oder Sugar Houses.

Die Québecer sprechen mit erhobenem Haupt von ihrem Maple Syrup. Einem Produkt, das in ihrer Region Tradition hat. Rund 80 Prozent des weltweit verkauften Maple Syrup werden in der Provinz im Osten Kanadas hergestellt. Hier gibt es etwa 7000 Ahorn-Farmen mit mehr als 40 Millionen Bäumen. Eine Prominenz unter den Farmen: die "Sucrerie de la Montagne" westlich von Montréal.  Aber auch andere Sugar Shacks lohnen einen Besuch. 

Ausflugsziele in Québec: Traditionelle Sugar Shacks besuchen

Spannende Ausflugsziele für Groß und Klein:

  • Sucrerie de la Montagne: Ein Besuch lohnt sich, denn hier erlebt man die alten Traditionen rund um den kanadischen Ahornsirup hautnah. Geerntet wird mithilfe eines Pferdeschlittens, das Eindicken passiert in Zuckerhütten, den sogenannten Sugar Shacks. Die Sucrerie ist ganzjährig geöffnet (Sucrerie de la Montagne, 300 chemin St-Georges, Rigaud, Tel. 450-451-0831,). 
  • La p'tite cabane d'la côte​: Viele Montrealer sind als Kind mit ihrer Schulklasse schon mal hier gewesen. Als Erwachsene kommen sie wieder, um die Natur und die leckerern Speisen erneut zu genießen. (La p’tite cabane d’la côté, 5885 rte Arthur-Sauvé, Mirabel, Tel. 514-990-2708, ).
  • Cabane à sucre Paquette: Ob ein Spaziergang im Wald, ein Rundgang durch das kleine Ahornsirup-Museum, Schlittenfahren, Ponyreiten oder "Maple Taffy" schlemmen, auf der Paquette Zuckerhütte ist für jeden etwas dabei. (419 5e Ave, Sainte-Anne des Plaines, Tel. 450-478-1074, ).
  • Cabane Leclerc: Seit 1951 begrüßt die Leclerc Famlie Besucher auf ihrer Farm. Besonders beliebt sind die Schlittenfahrten mit Pferden durch die Ahornwälder (1289 2e Rang, Neuville, Tel. 418-876-2812, ).

Kulinarik-Tipp: Maple Taffy

Sugar on Snow – kanadische Spezialität
Ahornsirup, mal anders: Die süße Nascherei "Sugar on snow" oder auch "Maple Taffy" ist eine besondere kanadische Spezialität. Was dahinter steckt? Nun, nach einem ganz einfachen, altüberlieferten Rezept wird kochend heißer Ahornsirup auf Schnee geträufelt. Der Sirup kühlt auf dem eiskalten Schnee schnell ab und wird fest. So entstehen karamellartige Gebilde zum Lutschen. Bei vielen der Sugar Shacks kann man den Maple Taffy genießen. Vor allem für Kinder ein Riesenspaß!

Über die Entstehung der Maple Syrup Tradition

Ahornblatt Kanada

Das Geheimnis des Ahorns haben sich die ersten Siedler von den indianischen Ureinwohnern abgeschaut. Einer Legende nach von den Eichhörnchen. Denn einst soll ein Indianer ein flinkes Eichhörnchen dabei beobachtet haben, wie es einen Baum hinaufkletterte, ein kleines Loch in die Rinde biss und zu trinken begann. Weil er wissen wollte, was dem Eichhörnchen so gut schmeckte, schnitt auch der Indianer einen Ast an und probierte die austretende Flüssigkeit. Von diesem süßen Geschmack war der Mann so überwältigt, dass er sofort seinen Stammesbrüdern von dem Baum erzählte, der kristallene Zuckertränen in sich trug. Wenig später hatten die Indianer gelernt, die Bäume anzuzapfen und den Saft zu köstlichem Sirup einzukochen. Diese Technik hat sich über die Jahre hinweg kaum verändert.

 

Ahornsirup-Experte Mark McDonough steht uns im Video Rede und Antwort:

Maple Syrup - der kanadische Ahornsirup erinnert an flüssiges Gold und schmeckt himmlisch süß.  klärt Sie über den süßen Saft des Ahorns auf.