Abel Tasman Nationalpark

Ein schönes Fleckchen Erde

Geschrieben am Dienstag, März 17, 2015 - 11:02

Vieles in Neuseeland ist sehenswert, aber nur wenige Orte haben etwas Magisches. Einer davon ist der Nationalpark Abel Tasman im Norden der Südinsel.

Das Wasser erstrahlt in leuchtendem Türkis, auf den Felsen von "Adele Island" lümmelt eine Robbenfamilie und in der Ferne liegt die einsame Bucht "Observation Beach". Dort werden wir am Abend die Zelte aufschlagen, die Sonne unter- und wieder aufgehen sehen – und das alles, ohne einem einzigen Menschen zu begegnen.

Anika Haberecht
Abel-Tasman-Nationalpark: Erkundung vom Wasser aus
Der Abel-Tasman-Nationalpark ist ein Küstenparadies im Norden von Neuseelands Südinsel. Das Gebiet umfasst etwa 225 Quadratkilometer und man kann es zu Fuß oder mit dem Kajak erkunden. Wir sind drei Tage mit dem Kajak unterwegs, den letzten und vierten Tag legen wir zu Fuß zurück.

Vom Wasser aus hat man einen herrlichen Blick auf die Felsformationen aus Granit und Mamor, die die Landzungen säumen, den dichten Wald und die schönen Buchten mit den goldgelben Sandstränden. Hier nisten viele Austernfischer – hübsche schwarze Vögel mit langem leuchtend roten Schnabel. Insgesamt sind über 70 Vogelarten im Abel-Tasman-Nationalpark zu Hause.

Anika Haberecht
Paradiesisch ruhig ist es im Abel-Tasman-Nationalpark
Nach drei Tagen auf dem Wasser geht es für uns zu Fuß weiter. Der Küstentrail im Abel Tasman gehört zu den "Great Walks" – eine Reihe unterschiedlicher Wanderwege Neuseelands, zu denen auch der beliebte Tongariro Northern Circuit gehört. Gefühlt geht es die meiste Zeit bergauf durch den Wald. In Wahrheit passieren wir auch schöne Strände, gehen mindestens genauso lang bergab wie bergauf. An einer Stelle führt der Weg durch eine Bucht hindurch, in der sich aufgrund der Gezeiten des Meeres noch etwas Wasser gesammelt hat. Zum ersten Mal ist es trotz der bisher wenigen Begegnungen nicht mehr zu leugnen, dass Abel Tasman einer der meistbesuchtesten Nationalparks Neuseelands ist: Wie die Ameisen waten die Wanderer scharneweise mit hochgekrempelten Hosen durch das Wasser, das an einigen Stellen so tief ist, dass es bis zum Oberschenkel reicht.

Anika Haberecht
Einige Bewohner zeigen sich: Robben
Im Norden des Parks angekommen, bringt uns schließlich ein Wassertaxi zurück zum Ausgangspunkt, nach Marahau. Noch einmal passieren wir die Buchten und Felsinseln, an denen wir Tage zuvor entlang gepaddelt waren. Was für ein schönes Fleckchen Erde!
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