Österreich Die besten Restaurants und Cafés in Wien

Echtes Wiener Schnitzel erinnert an die Stirn eines Mopses. Und ist mit ebenso viel Hingabe gemacht wie ein Gourmet-Menü. Unsere Genuss-Adressen.
Wiener Schnitzel Königshofer

SPITZENRESTAURANTS

Das Steirereck

Das berühmteste Restaurant Wiens liegt mitten im Stadtpark: das Steirereck. Chef de Cuisine Heinz Reitbauer hat es von seinen Eltern übernommen und kocht komplexe, elegante Gerichte aus lokalen Zutaten. Wer sich ein luxuriöses Essen gern von humorvollen Kellnern servieren lässt und auf Kaviar und Hummer verzichten kann, wird sich dort sehr wohlfühlen.

Adresse: Das Steirereck, Am Heumarkt 2a, Tel.: 7133168,

Amador

 Wer klassische Luxusprodukte genießen möchte, sollte vielleicht lieber das Amador aufsuchen, benannt nach dem deutschen Koch Juan Amador. Er ist nach Wien übergesiedelt und serviert klassische Gourmetküche, berühmt sind seine Schäumchen (Baisers).

Adresse: Amador, Grinzingerstr. 86, Tel.: 660 9070500,

Silvio Nickol

Auch im Luxushotel »Palais Coburg« ist das Restaurant nach dem Koch benannt: Silvio Nickol ist ein wahrer Künstler am Herd. Er wird unterstützt von Sommelier Wolfgang Kneidinger, der auf die umfangreichste Weinkarte Wiens zurückgreifen kann.

Adresse: Silvio Nickol, Coburgbastei 4, Tel.: 51818130,

Mraz+Sohn

Mit Überraschungen muss man bei Mraz+Sohn rechnen, wo es keine Speisekarte gibt und der Küchenchef einen interessanten Bogen zwischen Wiener Klassikern und exotischen Aromen schlägt.

Adresse: Mraz + Sohn, Wallensteinstraße 59, Tel.: 3304594,

Konstantin Filippou

Das modernste Spitzenrestaurant Wiens führt Konstantin Filippou. Die puristischen Gerichte, die er kreiert, sind von seinen griechischen Wurzeln inspiriert. Serviert werden sie in eher informellem Ambiente. 

Adresse: Konstantin Filippou, Dominikanerbastei 17, Tel.: 5122229,

WIENER SCHNITZEL À LA CARTE

Zwar bietet praktisch jedes Wirtshaus etwas an, das Wiener Schnitzel heißt, aber eher selten wird serviert, was diesen Namen verdient. Hier ein paar Grundsätze, die ein echtes Wiener Schnitzel ausmachen: Das Fleisch für das Original kommt vom Kalb, nicht vom Schwein, und zwar aus der Schale, der inneren Seite des Kalbsschlögels. Es wird plattiert, also dünn geklopft, und erst dann von der Panade (in Wien: Panier) umhüllt. Das geht in drei Schritten: in Mehl wenden, durch verschlagenes Ei ziehen und dann in Semmelbröseln wälzen. Das echte Schnitzel wird niemals in der Fritteuse herausgebacken, sondern schwimmend in der Pfanne! Man erkennt den Unterschied auf den ersten Blick: Ein Schnitzel aus der Pfanne hat eine Panier, die Falten wirft wie die Stirn eines Mopses. Entscheidend ist das Fett, in dem das Schnitzel schwimmt. Traditionell wird Schweineschmalz verwendet, das die Panier knusprig macht. Auch Butterschmalz und neutrales Pflanzenöl sind üblich. Im neuen Wiener Schnitzeltempel Meissl und Schadn kann man die Fettsorte sogar wählen. Und bekommt das Schnitzel mit klassischer »Wiener Garnitur« aus Zitronenscheibe, Kaper und Sardelle.

Wiens beste Schnitzel-Adressen:

  • Meissl und Schadn, Schubertring 10-12, Tel. 90212,
  • Plachuttas Gasthaus zur Oper Walfischgasse 5-7, Tel. 5122251,
  • Lugeck, Lugeck 4, Tel. 5125060,

GUTE TROPFEN, KÖSTLICHE SNACKS: DIE BESTEN WEINBARS

Ein neuer Trend hat sich beeindruckend schnell in Wien ausgebreitet: In mehreren Ecken der Stadt gibt es neue Weinbars, in denen man zu Bio- und Naturweinen auch hervorragend essen kann.

O boufés

Pionier war Konstantin Filippou, der neben seinem Sterne-Restaurant das Bistro O boufés eröffnet hat, einen der coolsten Orte der Stadt. Hier gibt es für kleines Geld großartige einfache Speisen, die auch oft leicht griechisch angehaucht sind (Tipp: Garnelensaganaki).

Adresse: O boufés, Dominikanerbastei 17, Tel. 512222910,

Mast

Die Sommeliers Matthias Pitra und Steve Breitzke, beide zuvor in hoch dekorierten Häusern angestellt, eröffneten in der Porzellangasse ihre Weinbar Mast. Sie wurde in kürzester Zeit zum beliebten Treffpunkt der Weinbranche.

Adresse: Mast, Porzellangasse 53, Tel. 9226679, 

Heunisch & Erben

In der Nähe des Bahnhofs Wien Mitte bietet die Weinbar Heunisch & Erben (deren Name von einer Urrebe abgeleitet ist) eine riesige Auswahl internationaler Weine an. Dazu gibt es köstliche Kleinigkeiten vom Wiener Spitzenkoch Peter Zinter. Tipp: Fragen Sie dort nach Wild!

Adresse: Heunisch & Erben, Landstraßer Hauptstraße 17, Tel. 2868563,

RESTAURANTS, DIE AUCH SONNTAGS GEÖFFNET HABEN

In Wien herrscht kein Mangel an guten Restaurants. Sonntags kann es aber überraschend schwierig sein, eines zu finden, das mittags und abends geöffnet hat.

Pfarrwirt

Für den klassischen Braten zu Mittag lohnt sich ein Ausflug nach Heiligenstadt zum Pfarrwirt, einem uralten Edelwirtshaus.

Adresse: Pfarrwirt, Pfarrplatz 5, Tel.: 3707373,

Zum Schwarzen Kameel

Im Schwarzen Kameel in der Innenstadt fängt der Genuss schon mit den schönen Räumen an. Gehobene Küche gibt es im Restaurant (Tipp: Kalbsgulasch), Kleinigkeiten und ein Glas Wein im Stehimbiss.

Adresse: Zum Schwarzen Kameel, Bognergasse 5, Tel.: 5338125,

Salonplafond

Hübsch ist auch der Speisesaal im Salonplafond im MAK. Serviert werden dort Wiener Klassiker und kreative Fleisch- und Fischgerichte.

Adresse: Salonplafond, im MAK, Stubenring 5, Tel. 2260046,

Mercado Nikkei

Ein Sonntagsausflug in die japanisch-südamerikanische Fusionsküche führt Sie ins Mercado Nikkei.

Adresse: Mercado Nikkei, Stubenring 18, Tel.: 5122505,

DIE BESTEN CAFÈS 

Laut dem Schriftsteller Alfred Polgar geht der Wiener ins Café, um beim Alleinsein Gesellschaft zu haben. Da ist was dran. Zeit wird im Wiener Kaffeehaus ausgeblendet, jeder Gast kann sitzen, so lange er will. Man bestellt eine Melange, plaudert, liest Zeitung, arbeitet. Den besten Kaffee bekommen Sie im Café Schwarzenberg, die besten Mehlspeisen im Sperl. Und im Tirolerhof sitzen Sie in einer ehemaligen Milchtrinkhalle unter Kronleuchtern – mit Blick auf die Albertina.

  • Café Schwarzenberg, Kärntner Ring 17, Tel. 5128998,
  • Café Sperl, Gumpendorfer Str. 11, Tel. 5864158,
  • Café Tirolerhof Führichgasse 8, Tel. 5127833 

FÜR ZWISCHENDURCH: TRZESNIEWSKI

Der Wiener liebt den Happen zwischendurch. Den nimmt er entweder an einem der vielen Würstelstände ein oder an Wiens legendärem Stehbuffett: im Trzesniewski. Seit 1902 gibt es den beliebten Treff, inzwischen an diversen Orten in der Stadt. Im Angebot hat er herrliche Schnittchen: Schwarzbrot mit Gurke und Ei, mit Matjes und Zwiebel, mit Erbse und Karotte. Kostet nur Kleingeld. Dazu nimmt man einen Pifff Bier.

Weitere Infos: Elf Filialen, z.B. Dorotheergasse 1,

FÜR VEGETARIER

Restaurant Tian

Rein vegetarische Spitzenküche wird im Tian serviert. Koch Paul Ivic kreiert aus Gemüse große Menüs. Wer sich eines davon gönnt, erlebt eine Geschmacksrevolution, die dem »Tian« einen Stern eingebracht hat. Dazu gibt’s eine große Weinauswahl.

Adresse: Restaurant Tian, Himmelpfortgasse 23, Tel. 8904665,

DIE BROTBÄCKER 

Joseph Brot Bäckerei

Unter den ohnehin guten Brotbäckereien Wiens sticht eine mit ihren grandiosen Sauerteigbroten hervor: die Joseph Brot Bäckerei. Beliebteste Brotsorte dort ist der Urlaib. Sie können ihn gleich an Ort und Stelle probieren, die Bäckerei ist auch Bistro und Patisserie.

Adresse: Joseph Brot Bäckerei, Landstraßer Hauptstraße 4,