Naturschauspiel Nordlichter in Island – alles was Sie über das Leuchten wissen müssen

Neon am Nachthimmel? Ja, sie sind schon ein faszinierendes Erlebnis. Wer sie am Himmel tanzen sehen möchte, braucht Glück. Ursprung, Hochsaison, Mythen, Nebenwirkungen: Das Wichtigste über die Nordlichter in Island, ein unberechenbares Naturschauspiel.

Nordlichter in Island

Als würde jemand mit einem Pinsel fantasievolle Bilder auf die Himmelsleinwand zeichnen: Polarlichter formen ständig neue, kunstvoll geschwungene Muster, elegant fließen die schimmernden Bögen über sternenklaren Himmel. Auch für die Isländer ist das immer wieder ein Ereignis. Erscheint norðurljós, isländisch für Nordlicht, schauen alle gern auch in klirrender Kälte gen Himmel oder fahren spontan aufs Land hinaus – und nutzen den Moment. Denn genauso plötzlich wie die Polarlichter hier über dem Kirkjufell auftauchen, können sie auch wieder verschwinden.

Vielfarbiges Leuchten: Wie entstehen Nordlichter?

Aurora Borealis, so heißen Polarlichter auf der Nordhalbkugel. Das bunte Flackern entsteht, wenn geladene Sonnenwind-Teilchen an den Polen auf die Erdatmosphäre treffen. Dann sprühen die Funken – meist in Grün, aber ebenso in Rot, Blau und Violett.

Licht im Dunkeln: Wann sind Nordlichter zu sehen?

Prinzipiell können die Lichter nördlich des 60. Breitengrades das ganze Jahr zu sehen sein, wenn der Himmel klar und dunkel ist. Präzise vorhersagen kann man sie nicht, am besten sind die Chancen von September bis April. Prognosen gibt’s auf:

Mythen über das legendäre Schimmern

Seit Jahrhunderten wird das Licht interpretiert: Manche Wikinger sahen darin leuchtende Botschaften ihrer Götter. Andere frühe Siedler Islands glaubten angeblich, die mystischen Lichter seien Spuren der Walküren, die gefallene Helden in die Götterwelt führten.

Gibt es Nebenwirkungen?

Laut Gerüchten gibt es gute und schlechte: Die isländische Folklore besagt, wenn eine schwangere Frau in das Nordlicht blickt, werde ihr Kind nach der Geburt schielen. Andererseits glaubte man einst, das Nordlicht könne die Schmerzen der Geburt lindern.

Wann haben Nordlichter in Island Hochsaison?

Ab Herbst verlassen viele Reiseveranstalter für ihre Touren die Städte und Dörfer – um der "Lichtverschmutzung", die den Blick trübt, zu entkommen. Auch mit Whale-Watching-Booten können sich Nordlicht-Suchende in die Dunkelheit fahren lassen ().

Tipp: Kombi-Tour

Damit sich Nordlichter-Ausflüge sicher lohnen, bieten Veranstalter wie Icelandic Mountain Guides sie als Kombi-Touren an: z.B. einen zwölfstündigen Ausflug von Reykjavík mit Gletscherwanderung am Sólheimajökull und Abendessen ().