In der Natur übernachten Die schönsten Hotels in Island

Es dürfte schwer werden, Gastgeber zu finden, die nicht ins Erzählen kommen. Island ist voller schöner Hotels mit Geschichte, umgeben von Natur.

Hotel Budir

Wer auf der Suche nach einem schönen Hotel in Island ist, der weiß, dass es nicht allzu viele Unterkünfte zur Auswahl gibt. Wir stellen Ihnen Hotels in Island vor – mitten in der Natur und jedes für sich ganz individuell und speziell!

Zimmer in Island finden – so geht's

Ob Sommerhütten, Campingplätze, Bauernhöfe, rustikale Pensionen oder schicke Hotels: In Island gibt es Übernachtungsmöglichkeiten für alle Wünsche und Preisklassen. Einen guten Überblick bietet die Website von Visit Iceland ().

AUF DER INSEL: Runde Sache in der Wildnis

Traustholtsholmi
Schon vier Gäste sorgen auf Traustholtshólmi für eine Bevölkerungsexplosion. Die nicht mal einen Viertel-Quadratkilometer kleine Insel liegt nur wenige Bootsminuten vom Ufer entfernt auf dem Fluss Þfijórsá im Süden Islands und wird nur von Hákon Hjördisarson und seinem Hund Skuggi bewohnt. Sie können dort in einer von drei mongolischen Jurten übernachten, die mit einem Holzofen beheizt werden. Davor sollten Sie sich aber Zeit nehmen, um mit Hákon die Gegend zu erkunden, ihn beim Lachsfang zu begleiten und mit ihm Kräuter und Gemüse zu sammeln.

Traustholtshólmi
Nach dem Abendessen bleibt dann noch Zeit, im Gras zu relaxen. Hákon fährt spätabends gern mit seinem Boot auf den Fluss, stellt den Motor ab, lässt sich auf dem Wasser treiben und wartet, bis die Seehunde kommen ().

Schafe zählen

Das kleine "Hotel Álfheimar" liegt am Rande des Fjords Borgarfjörður eystri. Die Ufer dort sind gerahmt von Bergen, die wiederum gesprenkelt sind mit Tausenden halbwild lebenden Schafen. Wer mag, hilft im Herbst beim Schafabtrieb und lernt nebenbei das halbe Dorf kennen ().

AM GLETSCHER: Ganz nah am Zugang zur Unterwelt

Hotel Budir
Es gilt als eines der schönsten Hotels des Landes: Das Hotel Búðir liegt inmitten einsamer moosbewachsener Lavalandschaften auf der Halbinsel Snæfellsnes. Island-Kenner empfehlen die Region ganz im Westen für einen längeren Aufenthalt, weil sie auf relativ kleiner Fläche die ganze Naturvielfalt des Landes bietet. Hier ragt auch der Snæfellsjökull auf, jener Gletschervulkan, den Jules Verne im Roman "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" zum Einstieg in die Unterwelt machte. Ein anderer großer Schriftsteller war hier tatsächlich vor Ort: Der isländische Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness setzte dem Berg mit "Am Gletscher" ein weiteres literarisches Denkmal. Halldór besuchte das Hotel ab den 1950er Jahren regelmäßig und wurde damals von Inhaberin Lóa Kristjánsdóttir mit Handschlag begrüßt. Ein Porträt an der Rezeption erinnert an Lóa und ihre Gastfreundschaft, die heutigen Inhaber halten ihre Tradition hoch. Die Doppelzimmer und Suiten sind stilvoll eingerichtet, das Restaurant ist für seine raffinierte Küche bekannt. Vor dem schwarzen Holzkirchlein in Sichtweite sind oft weiße Kleider zu sehen, das Hotel ist sehr beliebt für Hochzeitsfeiern (356 Snæfellsnes, ).

IN DER BUCHT: Traumhaus im Nirgendwo

Schon von Weitem ist das allein stehende, schlichte weiße Haus mit rotem Dach in der Skjálfandi-Bucht zu sehen. Einst verarbeiteten Fischer aus der Gegend hier Seehasen und andere Fische. Heute sind im Gasthaus Tungulending die gemütlichen Zimmer fast ausschließlich mit Holz eingerichtet, ebenso das helle Café. Vom Bett aus blickt man auf den Atlantik und den winzigen, geschützten Hafen. Zu verdanken ist dieser, von nichts als Meer und unverstellter Landschaft umgebene, Ort dem Deutschen Martin Varga. Er arbeitete im nahe gelegenen Húsavík als Guide auf Whale-Watching-Booten, bis er mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion das Gasthaus aufbauen konnte – übrigens ein guter Ausgangspunkt zum Walebeobachten, Kajakfahren oder Fossiliensuchen (641 Húsavík, ).

AM FJORD: Evas große Familie

Hotel Djupavik
Das leuchtend rote Hotel Djúpavík in den Westfjorden ist das Zuhause von Eva Sigurbjörnsdóttir. Sie betreibt es seit 1985 mit ihrem Mann, ihre Kinder sind hier aufgewachsen, und Gäste fühlen sich hier schnell als Familienmitglieder auf Zeit. In einem Teil des Speiseraums liegt das halboffene Wohnzimmer von Eva und ihrer Familie, in dem auch Besucher herzlich willkommen sind. An den Wänden des rustikalen 30-Betten-Hauses erinnern Fotos an die Fischfabrik des Örtchens Djúpavík. Die war 1935 mit 90 Metern Länge das größte Betongebäude Islands. Doch der Hering verschwand und damit stand auch die Fabrik vor dem Aus. Ein Teil des Baus ist heute ein Museum zur Geschichte des Ortes, im ehemaligen Fischöltank hat schon die Band Sigur Rós (siehe Seite 111) gespielt. Neben dem Hotel stehen nur wenige Sommerhäuser. Man kann hier wunderbar stundenlang durch die Natur wandern oder mit den freundlichen Gastgebern vor dem Haus Kaffee trinken – und den Wolken dabei zusehen, wie sie über die Tafelberge und den Nordatlantik schweben (Djúpavík 524 Árneshreppur, ).