Städtetrip Rundgang durch Leipzig

Start und Ziel der Route: Nikolaikirche und Karl-Liebknecht-Straße

Kilometer insgesamt: 9 km 

Dauer: Tagesausflug 

Übersicht der Etappen: 

Etappe 1: Nikolaikirche

Nikolaikirche
An diesem Ort hat der Glaube an die Freiheit die Welt verändert. In der Nikolaikirche trafen sich zur Wendezeit im Herbst 1989 Tausende DDR-Bürger zu den Friedensgebeten und danach vor dem Portal des Gotteshauses zu den Montagsdemonstrationen.Von der ältesten und größten Kirche Leipzigs ging eine besondere Kraft aus, die Besucher heute noch spüren, wenn sie in dem klassizistisch gestalteten Innenraum stehen. Die Kirche ist einer der Höhepunkte, wenn man durch das Zentrum von Leipzig spaziert. Was im Übrigen sehr angenehm ist, da viele Sehenswürdigkeiten der sächsischen Stadt nur ein paar Schritte voneinander entfernt liegen und die Gassen und Wege entspanntes Fußgängergebiet sind.

Etappe 2: Markt

Der Markt wird immer noch rege genutzt, als Wochenmarkt für regionale Händler und für Höhepunkte wie das Weinfest und den Weihnachtsmarkt.

Etappe 3: Altes Rathaus

Die Ostseite wird durch das Alte Rathaus begrenzt, ein imposantes, fast 100 Meter breites Renaissance-Bauwerk mit einer der längsten Gebäudeinschriften der Welt. Sie zieht sich rings um das Rathaus und beginnt mit diesen Worten: »Nach Christi unseres Herrn Geburth ...«.

Etappe 4: Thomaskirche

Und dann steht ja noch eine zweite wichtige Kirche in Leipzig: die Thomaskirche. Sie ist bekannt als Heimat des Thomanerchors. Und durch den berühmtesten Sohn der Stadt: Johann Sebastian Bach hat hier bis zu seinem Tod als Kantor gewirkt und liegt in der Kirche begraben.

Etappe 5-7: Augustusplatz, Gewandhaus, Oper Leipzig

Danach geht’s weiter zum Augustusplatz, der flankiert wird vom Gewandhaus, der Leipziger Oper und einigen Hochhäusern verschiedener Epochen.

Etappe 8: Alter Bahnhof

Über 100 Jahre alt, ist er nicht nur eine architektonische Sehenswürdigkeit – sondern auch ein Verkehrsknotenpunkt, an dem täglich etwa 120000 Reisende ein- und aussteigen, mit rund 80000 Quadratmetern der größte Kopfbahnhof Europas und ein Shoppingzentrum mit mehr als 140 Läden und Restaurants.

Etappe 9: Völkerschlachtdenkmal 

91 Meter hoch und rund 300000 Tonnen schwer: Das Völkerschlachtdenkmal im Südosten der Stadt ist eines der größten Monumente in Europa. Der wuchtige Koloss erinnert an die entscheidende Schlacht der Befreiungskriege im Oktober 1813, in der Napoleon von den Heeren der verbündeten Preußen, Österreicher, Russen und Schweden besiegt wurde. 100 Jahre später wurde das gigantische Denkmal mit seiner markanten Form eingeweiht. In der DDR-Zeit verfiel es zusehends, doch vor über zehn Jahren begann die Sanierung. Heute ist das »Völki«, wie es die Leipziger nennen, vor allem auch als Aussichtsplattform beliebt. Wer die 500 Stufen hinauf zum Turm geschafft hat, wird mit einem fantastischen Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung belohnt.

Etappe 10: Karl-Liebknecht-Straße

Karl-Liebknecht-Straße
Dass Leipzig als Sehnsuchtsort der jungen, urbanen Wilden gilt, manchen gar als besseres Berlin, liegt an Straßen wie der »Karli«. Auf zweieinhalb Kilometern ballt sich in der Südvorstadt ein Best of Leipzig. Hier und da noch mit Patina aus den Wendezeiten: Damals verschmolzen auf der Karl-Liebknecht-Straße Hausbesetzerszene und Clubkultur. Mit den Jahren zogen Kreative her, immer mehr Läden und Kneipen öffneten. Es gibt französische Tartes und veganes Curry, gebatikte Hippieblusen und Schmuck aus Schallplatten. Dazu viel Kultur: Das sozio-kulturelle Zentrum Nato (Karl-Liebknecht- Str. 46) war schon zu DDR-Zeiten ein Anker der vor allem linken Szene und bietet immer noch viel Freiraum für Experimente. Das Café Staubsauger (Nr. 95) ist beliebt für den letzten Absacker vor dem Sonnenaufgang. Als feste Shopping-Instanzen gelten Pussy Galore (Nr. 52) für feine feminine Mode oder Mrs. Hippie mit ihren Flower-Power-Kollektionen (Nr. 36).